JAHRESPROGRAMM 2017


YASAM SAZMAZER | "Dark Matter"

18. November 2017 bis 28. Januar 2018

Vernissage: Freitag 17. November 2017 | 19:00 Uhr

Grußwort und Ausstellungseröffnung: Hubert P. Klotzeck

Einführende Worte: Sigrid Diewald, Kuratorin der Ausstellung

Künstlergespräch: Freitag, 5.1.2018 | 16.30 Uhr | Führung und Gespräch

 

Der Kunstverein Ingolstadt zeigt in der Ausstellung DARK MATTER fünf Werke aus Yasam Sasmazers „Metanoia“. Die Skulpturen, gleichzeitig schön und düster, machen es dem Betrachter schwer, uninvolviert zu bleiben, da die Figuren ihn in Beschlag zu nehmen scheinen und ihn in ihren Kosmos hineinziehen. Jede Figur kreiert ihren eigenen geschlossenen Raum, der dem Betrachter eine Begegnung mit den eigenen Schat-ten ermöglicht, indem er Voyeur und Zeuge einer inneren Offenbarung wird. Mit dem Titel „Metanoia“ verweist die Bildhauerin auf das psychologische Phänomen und damit auf C. G. Jung. Der Begriff beschreibt den Prozess der Verformung der Psyche als eine Art Selbstheilung während einem psychischen Zusammenbruch oder einer existenziellen Krise – im Sinne eines potenziell produktiven Aktes, durch den Transformation und Wandel stattfinden kann. Dem Konflikt des Künstlers mit dem Thema Schatten, liegt der Prozess des Wachstums und der Transformation an sich, zugrunde. Eine Zeit lang hat Sasmazer Kinder dargestellt – Charaktere, die bereits mit der dunklen Seite der Menschheit in Berührung kamen und in ihrer kindlichen Art unheimlich, merkwürdig reif und wissend scheinen. Die spielerischen Eigenschaften der Charaktere sind in ihrer Arbeit nun verschwunden, die Figuren sind älter geworden und haben ihre Heran-gehensweise und Sicht auf das Leben verändert. Sie begegnen ihren Schatten, konfrontieren sich mit ihnen und kämpfen dagegen an – die Dichotomie zwischen Eltern und Kindern ersetzend. Genauso wie das Konzept „Metanoia“ dank des Elements der inneren Transformation eine positive Konnotation mit Jung herstellt, sind die Figuren, während sie sich mit ihren dunklen Schatten auseinandersetzen, stark und voller Leben.

Die Künstlerin formt mit ihren Werken den Raum. Nicht nur, dass ihre dreidimen-sionalen Arbeiten eine bestimmte Räumlichkeit abbilden / be- anspruchen / erzeugen, sie integriert den Raum konzeptionell, verändert ihre Arbeiten und passt sie an die jeweiligen Gegebenheiten an. Jede ihrer Ausstellungen ist individuell. Der Zuschauer wird, sobald er den Raum betritt und sich zur Figur positioniert, Teil der Interaktion. Auf der anderen Seite bleibt er ein Außenseiter, da die dargestellten Situationen immer geschlossen sind und die Figuren dem Betrachter abgewandt mit ihren inneren Gedanken beschäftigt scheinen. Daher ist der Besucher ein Voyeur, ein Zeuge eines ambivalenten Aktes, der ihn gleichzeitig anzieht, es ihm aber nicht ermöglicht, Teil des Geschehens zu werden.

 

Yasam Sasmazer

1980 in Istanbul geboren | studierte Bildhauerei an der Mimar Sinan University of Fine Arts Istanbul | nahm bei verschiedenen Ausstellungen u.a. der Biennale teil | ihre Werke sind in vielen internationalen Sammlungen zu nden | die Künstlerin lebt und arbeitet in Istanbul und Berlin

 

2003 B.A. Sculpture, Mimar Sinan Fine Arts University, Istanbul, Türkei

2006 M.A. Sculpture, Mimar Sinan Fine Arts University, Istanbul, Türkei

 

Öffnungszeiten

Freitag, Samstag, Sonntag und Feiertage 12.00 – 18.00 Uhr

geschlossen am 24.12.2017

Eintritt 2,- €

Schul- und Gruppenführungen nach Absprache 

 


NACHT DER MUSEEN | „offenlassen II“ 

9. September 2017 | 19:00 bis 24:00 Uhr

Vorplatz, Foyer und Galerie des Kunstvereins im Theater

 

Herzliche Einladung zur Nacht der Museen am 9. September im Kunstverein Ingolstadt.

Zum Jahrestag der Apollo11 Mission werden die Künstler Cendra Polsner (Eichstätt) und ADHB_sync (Bernhard Hollinger & Denis Androic, Amsterdam) ihre soundtechnischen und audivisuellen Feststoffraketen im Kunstverein Ingolstadt zünden und die Räume des Kunstvereins dem Irdischen entrücken. Es darf getanzt, bestaunt und geträumt werden und wir irdischen Seefahrer dürfen für ein paar Stunden die Schwerkraft vergessen ... wir freuen uns auf euch!


Brenn Punkte für Akupunkteure und Actor

Die Brennnessel (Urtica dioica) – eine Analogie.

Initiiert von Anja Schoeller

 

Brennpunkt 1.1 | 

Freitag 18.08.17 | 15:00-18:00

Brennpunkt 1.2 | 

Samstag 19.08.2017 | 15:00-18:00

 


Michael Hirschbichler | "Chiaroscuro"

 

18. März 2017 - 30. April 2017

Vernissage | Freitag 17. März 2017 | 19:00

Galerie im Theater, Schlosslände 1, 85049 Ingolstadt


Wolfgang Stehle | "Tagundnachtgleiche"

 

10. Dezember 2016 - 22. Januar 2017

Vernissage | 9. Dezember 2016 | 19:00

Künstlergespräch | 15. Januar 2017 | 16:30

Galerie im Theater, Schlosslände 1,

85049 Ingolstadt


 

URBANE AKUPUNKTUR 

Herbst 2017

Galerie im Theater, Schlosslände 1, 85049 Ingolstadt